Nun steht unser Ausflug zum berühmten Machu Picchu an. Es gibt verschiedene Möglichkeiten dort hin zu gelangen. Die beliebteste Variante ist über den Inka Trail, ein 5 Tages Trek. Der ist allerdings sehr teuer und etwa 6 Monate im Voraus ausgebucht, was für uns deswegen ausscheidet. Dann gibt es alternative Treks, wie zum Beispiel der Salkantay Trek. Diesen haben wir uns überlegt, doch soll der landschaftlich nicht ganz so reizvoll sein wie das Wandern bei Huaraz. Somit lassen wir das und nehmen uns vor, nochmals bei La Paz in Bolivien wandern zu gehen. Eine weitere Variante ist eine schöne, aber sehr teure Zugfahrt. Die passt auch nicht. Wir entscheiden uns für die günstigste Variante:
Und somit sitzen wir 6 Stunden im Transporter, fahren über einen 4000er Pass…
… und kommen nachmittags in Hidroelectrica an.
Von hier geht es 3 Stunden zu Fuß weiter. Entlang der Bahnlinie, die ebenfalls in Aguas Calientes endet. Die Zugreisenden für den Machu Picchu starten in Cusco, enden aber ebenfalls in Aguas Calientes.
Aguas Calientes liegt nur noch auf 2000 Meter, dort ist das Klima schon tropisch.
Dann kommen wir abends in Aguas Calientes an. Der kleine Bergort scheint fast ausschließlich für die Machu Picchu Touristen zu bestehen und ist natürlich dementsprechend etwas teurer.
Für eine kurze Nacht bleiben wir im Ort. Um 4 Uhr in der Früh machen wir uns auf dem Weg zum Machu Picchu.
Schaut mal an was für einer langen Schlange wir vorbei gehen. Die Ersten stehen hier schon etwa seit um 3 Uhr. Das ist die Warteschlange für die Busse, die ab 5 Uhr zum Machu Picchu hoch fahren. Die kosten zudem noch zusätzliche 12 Dollar pro Person und Weg.
Wir laufen ein Stück weiter und stellen uns dann auch noch 45 Minuten in eine Warteschlange, bis um 5 Uhr das Tor zum Wanderweg geöffnet wird.
Es ist kühl und es nieselt. Doch der Weg ist steil, hat unzählige Treppen und wir kommen gut ins schwitzten. Wir beeilen uns und kommen nach 45 min, in der Hälfte der angegebenen Zeit, oben an. Gerade rechtzeitig zur Öffnung um 6 Uhr.
Wir sind zwar vor den großen Massen oben, doch um diese Zeit hält sich der Nebel dicht über der alten Inka-Stadt.
Dafür halten sich die Lamas um diese Zeit noch auf den Wegen auf.
Außerdem macht der Nebel eine interessante, mystische Atmosphäre.
Langsam, bei vorbeiziehendem Nebel, ist immer mehr von der Stadt in den Wolken zu sehen. War echt beeindruckend!
Toll, wie die Wolken sich um die Berge bewegten und man immer mehr Berge rundherum erkennen konnte.
Wow, schon ein magischer Ort. Zwar irgendwie nur Ruinen und die Geschichte dazu. Aber die Lage auf dem Hügel zwischen den Bergen macht es einfach besonders. Schwer zu beschreiben, man muss es einfach gesehen haben…
Die hohe Spitze gegenüber der Stadt ist auch begehbar. Wir haben allerdings kein Ticket dafür besorgt.
Mittlerweile werden die Besucherzahlen reguliert auf 2500 vormittags und 2500 nachmittags, was auch gut so ist. Man muss sagen es verläuft sich eigentlich ganz gut auf der Anlage und man findet immer einen schönen Spot für Fotos ohne andere Leute.
Machu Picchu befindet sich übrigens „nur“ auf 2430 Meter. Es ist eines der neuen Weltwunder. Vor kurzem haben wir uns schon 2 angesehen, wobei wir gar nicht wussten, dass die Christus Statue in Rio sowie Chichen Itza in Mexico auch welche sind.
Snacken, Sonne tanken und Aussicht genießen. 🙂
Die Inkas haben die ganze Anlage in Terrassen angelegt. Somit hatten sie viel Fläche zum bewirtschaften.
Unser Time Slot hat uns super gereicht. Wir waren ja schon sehr früh oben. Mittags machen wir uns wieder auf direkten Weg nach Hidroelectrica. Dort wartet unser Van zurück nach Cusco.
Kurz vor dem Ziel gibt es ein wohlverdientes Mittagsessen.
Und eine halbe Stunde ist auch noch Zeit für die Hammock. Wir merken den Transfertag gestern, das frühe Ausstehen und wandern. Zudem habe ich seit der Nacht hier, Durchfall und Bauchkrämpfe bekommen. Im Nachhinein, hätten wir etwas mehr Zeit einplanen können, für eine Nacht mehr in Aguas Calientes oder Cusco.
Etwas KO sitzten wir im Van und warten auf die anderen Passagiere. Leider kommen die Letzten eine Stunde zu spät an und somit kommen wir in Cusco erst gegen 1 Uhr nachts an. Ein schöner, aber auch langer und anstrengender Tag liegt hinter uns. Und wieder eine kurze Nacht in Cusco, denn unser Bus nach Puno geht schon am nächsten Morgen.