Es ist Zeit für uns La Paz zu verlassen. Wir haben uns hier sehr wohlgefühlt. Nun freuen wir uns sehr auf die nächste Tour, die ansteht – Das Bolivien Highlight.
Zum letzten Mittagessen hier, entdecken wir nochmal ein tolles, kleines Restaurant.
Abends startet unsere Nachtfahrt im bequemen Bus und am nächsten Morgen kommen wir gut erholt im Ort Uyuni an.
Es wird noch gefrühstückt.
Und dann werden schon die Jeeps für unsere Tour gepackt. Benzinkanister, Verpflegung, Gepäck…
Diese werden uns die nächsten 3 Tage durch die Wüste fahren – Das Abenteuer Wildnis beginnt.
Unser erster Stop ist ein Zug-Friedhof. Die alten Dampf-Lokomotiven von 1890 haben Mineralien von Potosi nach Chile transportiert.
Dann macht sich vor uns eine riesige weiße Fläche auf. Wir nähern uns der „Salar de Uyuni“ der Salzwüste im Süd-Westen von Bolivien.
Hier am Rand der Wüste gibt es einen kleinen unterirdischen Fluss und durch den aufsteigenden Sauerstoff, blubbert das kalte Wasser an einigen Stellen.
Mit mehr als 10.000 Quadratkilometern ist sie die größte Salzpfanne der Erde und größer als der Titicacasee. Diese Fläche war einmal Teil des Meeres. Durch die Plattenverschiebung haben sich die Anden gebildet und dadurch wurde dieser Teil vom Meer getrennt. Mit der Zeit ist der Salzsee ausgetrocknet. Übrig ist heute die riesige Salzkruste, die eine Tiefe bis zu 120 Metern hat. Echt imposant! Die Salzwüste befindet sich heute auf 3650 Metern Höhe.
Nächster Stop ist ein Salzhotel.
Die Wände sind komplett aus Salzsteinen gebaut.
Auch drinnen geht man auf Salz. Tische und Stühle sind ebenfalls aus Salz gefertigt. Hier bekommen wir unser Mittagessen.
Irgendwann befinden wir uns mittendrin.
Und beim Aussteigen hat man das Gefühl, auf einem anderen Planeten gelandet zu sein.
Man denkt, man geht wie auf vereistem Schnee.
Noch beeindruckender soll es wohl kurz nach der Regenzeit sein, wenn die Fläche unter Wasser steht und ein riesiger Spiegel entsteht.
Unser Guide legt sich ins Zeug und wir machen lustige Aufnahmen. In verschiedenen Perspektiven.
Mitten in der Uyuni befindet sich die „Isla Incahuasi“.
Sie ist bedeckt von rießigen Kakteen. Diese sind richtig alt, denn sie wachsen nur etwa 1 cm pro Jahr.
Die Felsen hier sind voll von versteinerten Korallen, denn diese lagen ja vor sehr langer Zeit mal unter Wasser.
Super beeindruckend diese Natur und so anders als alles, was wir bisher gesehen haben.
Für Tagesbesucher geht es zurück in den Ort. Für uns geht es weiter. Und bevor wir die Salzwüste Richtung Süden verlassen, genießen wir noch die letzten Sonnenstrahlen.
Was für ein grandioser erster Tag. Wir fahren zu unserer Unterkunft.
Auch ein Salzhotel.
Nach einer arschkalten Nacht geht es weiter Richtung Süden. Zum Glück geht es dem Einen in unserer Gruppe auch wieder besser, der sich über Nacht von den Symptomen der Höhenkrankheit erholen konnte.
Toll, diese weite, wilde Natur.
Unterwegs machen wir mehrere Fotostops. Hier bei einem aktiven Vulkan.
Und dann kommen wir an der ersten Lagune an und staunen erneut über diese abwechslungsreiche, wunderschöne Natur hier in der Wüste.
Unzählige Flamingos halten sich hier auf. Sie fressen Algen, die einen Farbstoff enthalten, der ihr Gefieder rosa werden lässt.
Wir entdecken einen Fuchs.
Dann erreichen wir die nächste Lagune und sind ganz nah an den hübschen Flamingos.
Mittlerweile sind wir auf etwa 4400 Metern Höhe.
Wir haben eine richtig nette Gruppe erwischt und verstehen uns super mit Mutter und Sohn aus Brasilien und dem Paar aus den USA. So macht die Tour noch mehr Spaß.
Weitere tolle Lagunen… Und immer wieder sieht man verschiedene Vulkane und Berge. Die Vulkane hier sind bis 6500 Meter hoch.
Einfach geil, mit dem Jeep quer durch die wilde Natur zu fahren.
Wir sehen noch mehr Tiere. „Bergviscachas“ oder Hasenmäuse aus der Familie der Chinchillas. Süß! Unglaublich, wie die ganzen Tiere hier in der Wüste überleben.
Ein Highlight jagt das Nächste und so stehen wir plötzlich vor der unglaublichen Laguna Colorada.
Wir sind zur richtigen Tageszeit hier und können die markante, rote Färbung des Sees bestaunen. Diese bekommt er durch eine Algenart und von seinem hohen Mineralstoffgehalt.
Die 2te und letzte Nacht der Tour bricht an und es ist noch kälter geworden, bei -20C° Außentemperatur. Wiedermal freuen wir uns über unsere Schlafsäcke bei den ungeheizten Räumen.
Am nächsten Morgen brechen wir schon vor Sonnenaufgang auf und erreichen Geysire auf knapp 5000 Metern Höhe. Es ist bitterkalt und wunderschön.
Auch Geysire haben wir bisher noch nie gesehen. Verrückt die Natur hier.
Heiße Quellen gab es dann auch für uns. Mit toller Aussicht.
Wir haben es bei den Außentemperaturen allerdings bevorzugt trocken zu bleiben und haben die Zeit für weitere Aufnahmen genutzt.
Vor uns ist nun schon der Licancabur Vulkan zu sehen. Er liegt auf der Grenze zu Chile.
Und an seiner Lagune ist unser letzter Stop. Den nutzten wir noch für ein Gruppenfoto.
Wir haben die Grenze zu Chile erreicht und verabschieden uns von der Gruppe. Denn für uns geht es rüber nach Chile – nach San Pedro de Atacama. Das liegt nur noch 1 Stunde entfernt. Die anderen haben noch eine lange Fahrt zurück nach Uyuni vor sich.
Für uns war die Tour ein Highlight der ganzen Weltreise. Bolivien generell ist zu einem der schönsten Reiseländer für uns geworden.