Walhaie in Donsol

Ein Reisetag liegt vor uns. Wir fliegen am Morgen von Singapur nach Manila. 

Dort steigen wir um und fliegen nach Legazpi. Nach etwas Chaos mit Flugausfall, verpasstem Flug und zusätzlicher Flugumbuchung haben wir es dann endlich geschafft und kommen abends in Legazpi an.

Hier bleiben wir erstmal nur für eine Nacht. Am nächsten Morgen geht es weiter.

Wir wollen nach Donsol. Hier auf den Philippinen gibt es diese Minibusse, welche verschiedene Routen fahren und unterschiedliche Orte verbinden. Ein sehr günstiges Verkehrsmittel. Man muss allerdings viel Zeit mitbringen, denn der Minivan fährt erst, wenn er voll ist. (was natürlich auch toll für die Umwelt ist) Wir haben etwa 2 Stunden gewartet. Doch dann zahlt man für die 2 Stunden Fahrt nach Donsol nur 1,50 Euro pro Person.

Wir kommen in unserem Gästehaus an.

Toll, hier in Donsol haben die seit kurzem mit Mülltrennung angefangen. Das ist doch mal ein Anfang. Das sieht man äußerst selten in Südostasien. 

Wir schauen uns ein bisschen in dem kleinen Ort um.

Wir haben Hunger, doch hier scheint es keine richtigen Restaurants zu geben. Nur kleine einheimische Stände. Aber das ist ganz sympathisch. Wir begegnen keinen anderen Touristen. Doch die wohnen meist auch in den kleinen Resorts am Meer und wir sind hier im Ort untergebracht. Die Filipinos sind aufgeweckt und neugierig. Viele Kinder sprechen uns an und winken uns zu.

Wir versuchen es mit diesem Stand. Wir bezahlen nur 30 Cent für einen Burger und 60 Cent für das Pizzaeck.

Auf dem Markt kaufen wir etwas Gemüse und Obst, denn sonst scheint es eher etwas schwierig zu sein mit gesunden Gerichten hier.

Abends macht dann das gemütliche Restaurant unserer Unterkunft auf.

Unsere Gastgeberin ist sehr nett und bemüht und bietet uns zusätzliche Optionen zur Speisekarte an.

Es gibt einen Grund warum man nach Donsol kommt – Walhaie! Ihr wisst, ich habe es schon öfters versucht sie zu sehen. Nun habe ich mal wieder die Gelegenheit. Es gibt noch einen weiteren Ort in den Philippinen, an dem man sie sehen kann. In Oslob bekommt man die Garantie, Walhaie beim Schnorcheln zu sehen. Dafür werden die Tiere angefüttert. Das ist natürlich keine Option für uns. Denn so leben die Tiere nicht mehr natürlich und wild und ziehen nicht mehr weiter. 

Hier in Donsol werden die Tiere im Marinenationalpark geschützt, es gibt Regeln und limitierte Besucherzahlen.

Am nächsten Tag versuchen wir gleich unser Glück. Denn angeblich soll das Wetter ab Morgen umschlagen und dann ist nicht klar, ob die Boote noch fahren können. 

Wir fahren zudem weiter raus, denn vor Donsol direkt wurden in den letzten Tagen keine Walhaie gesichtet. Draußen an der Manta Bowl, haben wir wohl bessere Chancen. Dort kann man zudem tauchen. Das hatte ich eh auch noch vor.

Es geht auf ein traditionelles Boot. Die Fahrt bis zur Manta Bowl-Divesite dauert fast 2 Stunden.

Es ist ein etwas anspruchsvollerer Drift-Dive im offenen Meer. Bei unserem ersten Tauchgang sehen wir leider keinen Walhai. Doch wir begegnen einem Manta Rochen. Es ist immer wieder besonders, diesem majestätischen Tier zu begegnen – vor allem wenn es einem so nahe kommt.

Zudem sehen wir einen Adlerrochen und 3 White Tip-Haie.

Wir legen unsere Tauchpause auf dem Boot ein und versuchen einen zweiten Tauchgang am Manta Bowl. 

Leider sehen wir nichts und bei der Strömung verbrauchen andere Taucher recht schnell ihre Luft. Somit machen wir uns nach 30 min. auf den Weg zu unserem Aufstieg. Doch dann plötzlich taucht ein sehr großer Schatten in der Ferne auf. Er ist über uns – ich traue meinen Augen nicht. 

Immer größer wird er und kommt auf uns zu.

Der Walhai wird begleitet von vielen Fischen, die ihn reinigen.

Wahnsinn, ich fass es nicht. Was für ein Gefühl – unbeschreiblich!

Das Tier hat unglaubliche Ausmaße. Es ist der größte Fisch und sie können bis zu 14m lang werden. Und dann dreht er und kommt auf mich zu. Leicht besorgt hoffe ich, dass er mir ausweicht. Ich versuche etwas rückwärts zu schwimmen und gleichzeitig zu filmen.

Und dann dreht er auf Augenhöhe vor mir nach unten und verschwindet in der Tiefe.

Auf dem Boot flippen wir dann alle aus und freuen uns. Anscheinend haben sie die letzten 3 Tage hier keinen Walhai gesichtet. Yes, endlich hat es geklappt – bei meinem 5. Versuch. Bucket List Wunsch Walhai wurde heute erfüllt. Aber was wäre es, wenn alle Wünsche immer gleich in Erfüllung gehen würden. 😉

Die Schnorchler an Board hatten leider kein Glück, aber sie konnten sich für uns mitfreuen.

Wir bekommen ein Mittagessen an Board und dann geht es zum letzten Tauchplatz. Dieser liegt bei der kleinen Insel San Miguel.

Ein Tauchgang für Macro – kleine Unterwasserlebewesen wie Nudibranches, das sind bunte, kleine Nacktschnecken. Hier sehen wir auch eine hübsche Wasserschlange.

Schon in der Tauchschule werden wir darauf hingewiesen, dass man am besten seine eigene Wasserflasche mitbringt, die man dann auf dem Boot auffüllen kann. Sie haben gemerkt wieviel Plastikmüll allein durch Wasserflaschen verursacht wird. Direkt neben unserer Unterkunft ist eine Wasserstation und wir lassen unsere große Wasserflasche dort füllen. Prima Sache – sehr easy, billig und umweltfreundlich.

Das Tauchen ist richtig günstig hier und wir haben noch einen weiteren Tag in Donsol. Da das Wetter am nächsten Tag noch halten soll, entscheide ich spontan für den nächsten Tag nochmals Tauchen zu gehen.

Wir trennen uns in 2 Gruppen beim Tauchen, die eine Gruppe hat Glück und sieht einen Walhai. Ich bin leider bei der anderen Gruppe. Den nächsten Tauchgang können wir dann leider nicht mehr machen, da das Wetter zu rau wird und die Sicherheit natürlich vor geht. Auf der Rückfahrt fängt es dann an zu regnen und die 2 Stunden Rückfahrt sind recht kalt und unangenehm.

Somit bin ich heute früher vom Tauchen zurück und nutze die Zeit für einen Spaziergang.

Am nächsten Tag geht es wieder zurück nach Legazpi. Wir nehmen uns ein Tricycle zum Busbahnhof. Die Dinger sind voll praktisch, denn Sie fahren überall und sind sehr günstig.

Mit Handgepäck zu reisen ist schon echt sehr praktisch und angenehm. Denn viel Platz bieten die Tricycles und auch die Minibusse nicht. 

Wir warten am Busbahnhof in einem kleinen Kiosk bis der Minibus voll wird. 

Zurück in Legazpi essen wir etwas in einer neuen Mall. Was für ein Kontrast zum Kiosk in Donsol.

Wir haben noch einen weiteren Tag in Legazpi eingeplant. Hier gibt es den Mayon Vulkan. Ein richtig malerischer Berg. Ursprünglich haben wir überlegt ihn zu besteigen, doch momentan ist er zu aktiv. Deshalb wollten wir uns einen Roller nehmen, um durch die Landschaft zu fahren und den Vulkan zu sehen. Doch leider ist es mittlerweile extrem bewölkt und verregnet. Schade, so sehen wir nichts vom Vulkan und da bleibt uns nur ein fauler Tag im Restaurant und Hotel. Morgen fliegen wir weiter. Hoffentlich zieht das Tiefdruckgebiet über den Philippinen bald ab. 

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